Auftrag Menschlichkeit
Als ich mit 17 Jahren anfing, Altgriechisch und Latein zu lernen, fragte mein Vater, was ich denn einmal werden wolle.
Meine Antwort war: „Das muss erst noch erfunden werden.“
Es heißt immer: „Sei die Veränderung, die du dir in der Welt wünschst.“
Aber niemand spricht darüber, wie steinig der Weg dorthin ist.
Ich hatte nie einen Berufswunsch, außer diesen:
Irgendwann werde ich meine Flügel ausbreiten!
Doch als weiße Zentraleuropäerin geht diese Aussage mit einem ausgewachsenen Schuldkomplex Hand in Hand.
Also setzte ich mich mit der Frage auseinander:
Darf ich mit meinem Wirken so viel Raum einnehmen?
Es ist nicht nur ein Dürfen.
Sondern ein Müssen!
Es ist soziale Verantwortung, meine Privilegien einzusetzen, um die Veränderung zu sein, die ich in der Welt sehen will:
Vielfalt, Gleichwertigkeit von Menschen und die gegenseitige Achtung von Würde.